ZUR PERSON
Dipl. Ing. Volker Albrecht
Dipl. Ing. Volker Albrecht 
Aktuelles
Keine Daten anzuzeigen!
Suche
Seite drucken
Notizen über Bemerkenswertes und sonstiges
Messen sind manchmal ganz lustig. Man hört dies und das und manchmal sogar selbstironisches.
Auf der Hannover Messe 2007 hat einer sich und seinen Berufsstand ganz treffend charakterisiert:
 
"Das Glas ist halb leer!", sagt der Pessimist.
"Das Glas ist halb voll!", betont der Optimist.
"Das Glas ist doppelt so groß, wie es sein müsste", sagt der Ingenieur.
 
Ergänzung:
Und darauf der Betriebswirtschaftler: "Wieviel können wir am Glas sparen?"

Es häufen sich bei Firmenbesuchen die Geschichten über die vermeintlich guten alten Zeiten. Scheinbar hatte man es damals wirklich nicht nötig, sich um ein ordentliches Marketing zu kümmern. Es reichte, gute Maschinen zu bauen. Der schon vor 50 Jahren eigenwillige, seit langem verstorbene Geschäftsführer eines Werkzeugmaschinenbauers kam nie über die 20km-Grenze seines Dunstkreises hinaus. Weltläufigkeit war ihm nicht nur fremd, sie war ihm zuwider. Die Europakarte hing für ihn unsichtbar bei der Sekretärin im Vorzimmer. Angelegentlich der ob seiner guten Maschinen eingehenden Anfragen ließ er sich ihm unbekannten Orte - und das sollen nicht wenige gewesen sein -  auf der Landkarte zeigen. Niemand würde sich heute trauen, was der damals noch junge Unternehmer beschloß: "Dem schreiben wir ab, das ist uns zu weit!"

Bodenständige Werte haben sich beim renommierten Werkzeugmaschinenbauer Boschert in Lörrach im südwestlichsten Zipfel Deutschlands als Unternehmensphilosophie gehalten. Das namhafte Unternehmen für Ausklinkmaschinen, Klapplager, CNC-Stanzpressen und neuerdings einer Plasmaschneid-Stanz-Kombi setzt ganz auf unkonventionelle Werte: "Bei uns kommt es nicht auf Zeugnisse und Abschlüsse an, viel wichtiger ist es, das jemand zu uns passt..." hört man vom Chef Peter Kunz in stark allemanisch geprägtem Deutsch. "Eine Wertanlayse hat es bei uns noch nie gegeben, weil es auf den einen Euro nicht ankommt. Viel wichtiger ist uns, dass uns die Kunden vertrauen".  Und zur Unterstützung dieser Vetrauens hat der gelernte Maschinenbauer und Geschäftsführer des Unternehmens noch eine Konstruktionweisheit parat. "Was dem Auge  gefällt, hält! - Einen Mittelklasse PKW kann man rechnerisch wahrscheinlich an einer M8.8 aufhängen, gefühlt wird aber auch der gestandene Kosntrukteur zu einer M27 und größer greifen". Gefühlt liegt also auf der sicheren Seite. Und weil der Kunde genauso fühlt, wird sichihm beim Anblick der M8 doie Frage aufdrängen "Hält das?". Dann hat aber der Maschinenbauer schon fast verloren, denn er wird einige Zeit investieren müssen, um für die "lumpige" Konstruktion Vertrauen zu wecken - wenn ihm der Kunde denn die Gelegenheit dazu gibt und fragt und nicht einfach kopfschüttelnd weiter geht.
Potsdam - Die Welttagung zur Beherrschbarkeit immer komplexer werdender Computer-Systeme hat in Potsdam begonnen. Wie der Informationsdienst Wissenschaften (idw) mitteilt, werden ab dem 27.3.06 Wissenschaftler aus aller Welt diskutieren, warum Computer gestützte Systeme immer komplexer werden und wie man diese Komplexität beherrschen kann? Vier Tage sind für die Konferenz am Hasso-Plattner-Institut (HPI) angesetzt. Gut 100 internationale Spezialisten für Software-, Hardware- und Kommunikations-Systeme, die im Weltverband IEEE organisiert sind, werden teilnehmen. Auf dem Programm der Tagung stehen mehr als 60 Vorträge. Einer der Hauptvorträge aus dem Kreis der deutschen Teilnehmer ist das Referat von Dr. Klaus Grimm (DaimlerChrysler Research and Technology) zum Thema "Trends und Herausforderungen des Software Engineering im Automobilbau".
 
Weitere Informationen:
http://www.computer.org/ - Website des Weltverbands IEEE
http://www.hpi-web.de/ - Informationen zum Hasso-Plattner-Institut
 
 
Übrigens: Computersysteme und Bürokratien haben hier eine Gemeinsamkeit: Beide entwickeln ab einer kritischen Masse ein Eigenleben, das nicht mehr zu beherrschen ist. Bürokratie ließe sich dann nur durch noch mehr Bürokratie steuern und Computer brauchen mehr Computerleistung und neue Programme um sie zu beherrschen.
Impressum
Drucken